Graffiti im XXL-Format

Von London bis Tokio, von Berlin bis Wien sieht man sie an den Hauswänden: XXL-Graffitis, die das Stadtbild bunter machen und sogar zum Touristenspot werden. Doch wie entstehen diese Graffiti? Was muss man beachte, wenn man selber eines gestalten und umsetzen will?

Von der wilden Sprayerei zum Werbeklassiker

Ursprünglich waren Graffitis nicht gerne gesehen. Sie galten als Schmiererei, die die Gegend verunreinigt. In vielen Fällen trifft es auch heute noch zu, dass ein Graffiti einfach ein lieblos und unter Zeitdruck dahingekritzelter Namenszug ist, der außer dem Sprayer niemandem etwas bedeutet. Gleichzeitig erobern Graffitis mehr und mehr die urbane Kultur. Es gibt mittlerweile berühmte Sprayer, die eigene Kunstausstellungen und Bildbände bekommen und vor allem Lifestyle-Unternehmen mit jugendlicher Zielgruppe setzen vermehrt Graffitis als werbewirksame Maßnahme ein. Ein tolles Graffiti macht oft einen größeren Eindruck, als normale Poster und Plakate und wird gerne in den sozialen Netzwerken geteilt. Auch manche Immobilieneigentümer stellen ihre Fassaden bewusst Künstlerin zur Verfügung, um ihr Haus einmalig werden zu lassen. Für Sprayer entsteht dadurch eine gute Verdienstmöglichkeit, die viele von ihnen, so ohne professionelle Ausbildung, nicht hätten.

Das eigene XXL-Graffiti

Wer selber Sprayer ist und von einem riesen Graffiti träumt, muss sich erst einmal auf die Suche nach einer passenden Fläche machen. Viele Quadratmeter zu besprühen ist zeitlich aufwendig und soll nicht einfach wieder gereinigt und übermalt werden, daher ist ein legaler Platz wichtig. Mit etwas Glück hat man einen experimentierfreudigen Verwandten, der die Rückwand seines Hauses anbietet. Dann müssen die Farben gekauft werden, was bei der benötigten Menge finanziell nicht ohne ist. Schließlich stellt sich die Frage, wie man gut in der Höhe arbeiten kann. Wer ein Gerüst zu unflexibel findet, mietet eine Hebebühne, zum Beispiel über System Lift (http://www.systemlift.de/). Angebote des Unternehmens sind in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz unkompliziert nutzbar. Zuletzt sollte man genug Zeit einplanen und am besten noch erfahrene Helfer finden, etwa andere Sprayer. Schon kann mit der Umsetzung des eigenen großen Graffitis begonnen werden.