3D Bilder – Kunst zum anfassen

Schon seit Jahren feiern 3D Bilder und Videos ihren Siegeszug in den Medien. Dabei denkt man meist an die modernen Bilder, bei denen der Effekt durch Lentikularfolien erzeugt wird. Doch es gibt weit mehr Techniken, um dreidimensionale Bilder wahrzunehmen, eine der ältesten wurde schon 1838 veröffentlicht. Damals brauchte man noch einen speziellen Apparat – ein Stereoskop – um die Bilder zu betrachten, aber so war der Grundstein für die Eroberung der dritten Dimension durch die Kunst gelegt.

Mittlerweile gibt es viele verschiedene Alternativen: von den oft in Kinos benutzten Polfilter- oder Anaglyphenbrillen über die früher recht bekannten „single image“ Stereogramme, also solche, bei denen Sie leicht schielen müssen, um dann in einem wirren Muster eine dreidimensionale Figur zu erkennen, bis zu den heute im privaten Gebrauch recht weit verbreiteten Shutterbrillen, die mit einer hohen Bildwechselfrequenz der Monitore arbeiten. Eines der momentan am weitesten verbreiteten Verfahren ist die Herstellung von 3D Bildern mit Lentikularfolien, auch bekannt als Wackelbilder. Unter diesen Folien liegen 2 Bilder, die Folie an sich besteht aus vielen kleinen Linsenelementen, die für jedes Auge ein eigenes Bild herausfiltern, diese werden dann vom Gehirn zu einem dreidimensionalen Bild zusammengesetzt. Daneben sind Anaglyphenbilder die wohl bekannteste Technik, bei der 2 unterschiedlich eingefärbte Bilder auf einem einzigen Bild überlappen. Mit einer speziellen Brille – meist mit blau und rot gefärbten Gläsern – können die Bilder dann mit räumlichem Eindruck betrachtet werden.

Möglichkeiten zum Einsatz von 3D Bildern gibt es viele, gerade auf Messen sind sie als Eyecatcher häufig verbreitet und auch Plakate mit 3D Effekt wecken das Interesse vieler. Natürlich ist die Dreidimensionalität auch schon in der Kunst angekommen, so werden ganze Fotoreihen und Kurzfilme mit räumlicher Tiefe geschaffen und publiziert. Auch gibt es viele Buchbände, die dreidimensionale Bilder zeigen und sich auch mit der Kunst, die dahinter steckt, auseinandersetzen. 3D Bilder bieten den Künstlern so einige neue Möglichkeiten, um beispielsweise Gegenstände zugunsten der Bildkomposition mehr in den Vorder- oder Hintergrund zu rücken. Zusätzlich können die verschiedene Kunstformen auf modernen Medien einer breiteren Schicht zugänglich gemacht werden. Kunstwerke mit räumlicher Tiefe sprechen also den Betrachter direkt an, animieren ihn zum genaueren Betrachten des Kunstwerkes und machen ihn neugierig auf mehr.